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Am 10. Oktober 2006 hat das STAUN Rostock zu einem Scopingtermin zum Genehmigungsverfahren für die Errichtung eines Kraftwerks zur thermischen Entsorgung besonders überwachungsbedürftiger Abfälle durch die Fa. BLUM Recycling GmbH, Bargeshagen, auf dem Betriebsgelände der YARA eingeladen

Daher wurde bereits an diesem Abend beschlossen eine Bürgerinitiative zu gründen. Dies erfolgte am 19. Oktober 2006 . Die bipoppendorf und eine Ortsgruppe des BUND wurde aus der Taufe gehoben. Gleich vom ersten Tag an stand eine homepage zur Verfügung, die im Laufe der Zeit ständig erweitert und vervollständigt wurde und wird. Zugleich nahm der Unmut der Bevölkerung über den Bau der Sondermüllverbrennungsanlage stätig zu und so wurde aufgrund des massiven Drucks aus der Bevölkerung die am 23. Oktober geplante Infoveranstaltung der BLUM Recycling GmbH im Amt Carbäk, die ursprünglich nur für die Gemeindevertreter und den Amtsausschuss vorgesehen war, auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zu dieser Veranstaltung erschienen ca. 300 Bürgerinnen und Bürger, die ihrem Unmut durch eine Demonstration zum Ausdruck brachten. Herr Hübner, Geschäftsführer der BLUM Recycling GmbH, und Herr Millert (Gutachter für den Scopingtermin) erläuterten auf der Veranstaltung ihr Bauvorhaben. Im Anschluss daran durften von den Gemeindevertretern und der Bevölkerung Fragen gestellt, die nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Anwesenden beantwortet werden konnten.

Am 25. Oktober 2006 fand eine Unterredung der Gemeindevertreter Poppendorf mit der Geschäftsleitung der YARA Rostock GmbH auf dem Gelände in Poppendorf statt, an der auch drei Vertreter der bipoppendorf teilnahmen. Dieser erste Meinungsaustausch, bei dem die Einwände und Bedenken der Gemeindevertreter zu Ausdruck kamen, hinterließ bei den Teilnehmern der bipoppendorf den Eindruck, dass die Anlage, sollte sie genehmigungsfähig sein, gebaut werden würde.

Dennoch verständigte man sich auf einen weiteren Gesprächstermin am 30. November 2006.

Inzwischen haben die Arbeitsguppen mit ihrer Arbeit begonnen. Ein erstes Ergebnis war die Erstellung eines Flyers mit einer Auflage von 14.000 Stück. Dieser Flyer wurde in den umliegenden Gemeinden verteilt. Zeitgleich erhielten Mitglieder der bipoppendorf die Möglichkeit an Gemeindevertretersitzungen der Gemeinden Bentwisch, Sanitz und Tessin teilzunehmen und die Gründungsgedanken und das Ziel der bipoppendorf vorzustellen.

Im Ergebnis bleibt zunächst festzuhalten, dass alle Gemeinden des Amtes Carbäck, die Gemeinde Bentwisch und die Gemeinde Sanitz einen Beschluss gegen die Errichtung der Sondermüllverbrennungsanlage gefasst haben.

Weitere Kontakte zu anderen Gemeinden des Ostkreises sollen aufgenommen werden.

Am 27.11.2006 hat die Ortsgruppe des BUND und die bipoppendorf alle Mitglieder und interessierte Bürger zu einem Vortrag von Herrn Koch und Frau Holle (Ärztin aus Laage, dort konnte die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage verhindert werden) eingeladen. Herr Koch machte deutlich welche Risiken von der geplanten Sondermüllverbrennungsanlage ausgehen. Eindrucksvoll brachte er zum Ausdruck welche planerischen und technischen Mängel die Anlage aufweist. Die Erläuterungen zu den gesundheitlichen Folgen für die Menschen, die in unmittelbarer Nähe einer solchen Anlage wohnen, riefen bei vielen Anwesenden Entsetzen hervor. Die Veranstaltung wurde sowohl von der Presse als auch von einer Fernsehagentur verfolgt.

Der zweite Flyer wieder mit einer Auflage von 14.000 Stück steht zur Verfügung.

Am 27.11.2006 war Herr Koch vom Umweltnetzwerk bei uns zu Gast, die Folien die Ihn bei seinem Vortrag unterstützt haben finden Sie hier.

©Bürgerinitiative Poppendorf 2006